"Hildegard von Hohenthal" - Vorstellung der Neuausgabe


 
 
 
 
 
 
 
 

Prof. Dr. Werner Keil, Dr. Hermann Leskien, Doris Wendt
Fotos: Horst-J. Schadwinkel

 
 
 
 
 

 

 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Prof. Dr. Werner Keil

Am Freitag, dem 22. März 2002, 18.00 Uhr, wurde in der Hofbibliothek Aschaffenburg die Neuausgabe des Musikromans "Hildegard von Hohenthal" von Wilhelm Heinse durch den Herausgeber Herrn Prof. Dr. Werner Keil vorgestellt.
Begrüßungsworte sprachen der Generaldirektor der Bayrischen Staatsbibliothek Herr Dr. Hermann Leskien, Grußworte der Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg, Herr Klaus Herzog und die Mitarbeiterin des Georg-Olms-Verlags, die Lektorin Frau Doris Wendt. Musikalisch umrahmten Frau Alexandra Rawohl, Gesang, und Frau Helen Osborne, Klavier, den Abend. Herr Prof. Dr. Keil bemerkte zur Entstehung der Edition:
"Den Anstoß zur vorliegenden Edition der musikalischen Schriften Heinses, der ersten kommentierten Edition überhaupt, gab eine von Dr. Gert Theile (Leipzig) organisierte Heinse-Konferenz im Mai 1996 in Weimar, bei der das Fehlen neuerer und insbesondere kommentierter Ausgaben der Werke Heinses bedauert wurde. Im Alleingang wäre eine solche Edition heutzutage kaum mehr zu bewältigen. Um so dankbarer ist der Herausgeber der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die ihm Sach- und Personalmittel sowie einen Druckkostenzuschuß gewährte, ohne die das Vorhaben nicht zu verwirklichen gewesen wäre".
Im Paderborner Forschungsforum 2-1999, 50-52, hat Prof. Keil den Inhalt des
Musikromans "Hildegard von Hohenthal" kurz und präzise beschrieben.
"Im Zentrum des Romans steht die schöne, kluge und sängerisch begabte Adlige Hildegard von Hohenthal.
Mit ihrem Musiklehrer, dem am Hof des Fürsten angestellten Kapellmeister Lockmann, der (hoffnungslos) in sie verliebt ist, nimmt sie zahlreiche Rezitative und Arien aus älteren und neueren meist italienischen Opern durch; musikalische Aufführungen und Gespräche über Kunst, Philosophie, Moral, Politik etc. bieten Heinse reichlich Gelegenheit, sein enzyklopädisches Wissen über Musik und Musikleben im 18. Jahrhundert auszubreiten.
Im zweiten Teil des Romans flüchtet Hildegard und reist verkleidet als Kastrat nach Italien, wo ihre Gesangskunst bejubelt wird und sie nach allerlei erotischen Turbulenzen schließlich einen englischen Lord ehelicht".

 

 
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